Leuchtturmprojekte

Der Leuchtturm-Projektverbund der Parkinson Stiftung

Sechs Projekte werden von der Stiftung 2025/2026 finanziell unterstütz. Wir fassen diese hier kurz und gut verständliche zusammen.

Diese Leuchtturmprojekte scheinen klar aufeinander abgestimmt zu sein. Und sie zeigen einen Wandel: Künftig soll Parkinson nicht mehr nur über sichtbare Symptome, sondern über messbare biologische Veränderungen erkannt und eingeordnet werden können. Dadurch verbessert sich vor allem das Verständnis und die Früherkennung, für den Alltag der heute Betroffenen ändert sich dadurch aber zunächst noch wenig.
Im Einzelnen beinhalten die Projekte folgende Studienlogiken:

Validierung der SynNeurGe Kriterien
Leitung: Professor Günter Höglinger (Klinikum Großhadern), Kolleginnen und Kollegen vom LMU Klinikum München

Ziel: Optimieren der präzisen Klassifikation der Parkinson-Krankheit gemäß der SynNeurGe-Kriterien, um so die biomarkerbasierte Diagnose und Stadieneinteilung voranzutreiben. Das Projekt wird die Möglichkeiten eines neuen deutschlandweiten multizentrischen Netzwerks nutzen, um die SynNeurGe-Kriterien in bestehenden Proben und in einer neu rekrutierten, tief phänotypisierten Kohorte zu validieren.
Kurz: Parkinson soll präziser eingeordnet, sortiert und benannt werden – mithilfe von Biomarkern und formalen Kriterien.
Ausführliche Erläuterung, ein kurzes Vorstellungsvideo finden sie hier


Validierung der biologischen Klassifikation der genetischen Parkinson-Krankheit 
PD Dr. Ana Westenberger und Prof. Dr. Norbert Brüggemann (Klinik für Neurologie und Institut für Neurogenetik, Universität Lübeck)
Ziel: Analysieren genetische Varianten („Ge“) in der deutschen ROPAD-Kohorte (5.000+ Patientinnen und Patienten). Schwerpunkt liegt auf den häufigsten Mutationen (GBA1, LRRK2, PRKN), um genetische Risikoprofile und personalisierte Therapieansätze zu identifizieren.

Kurz: Parkinson ist keine einheitliche Krankheit, sondern besteht aus verschiedenen biologischen Formen, die künftig genauer unterschieden werden sollen, um Behandlungen gezielter anzupassen.
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Bildgebende Marker für Neurodegeneration 
Professor Matthias Brendel (Klinikum Großhadern) validiert zusammen mit seinen Forscherkolleg:innen Dr. Davina Biel (LMU) und Dr. Alexander German (Erlangen)
Ziel: Verwendung bildgebende Marker für Neurodegeneration („Neur“). Hierbei werden Ergebnisse aus der multi-dimensionalen molekularen Bildgebung zusammengefasst, um bildgebende Biomarker für die Prozesse der Neurodegeneration über das gesamte Spektrum der Parkinson-Krankheit abzuleiten.

Kurz: Das Projekt will Parkinson sehr früh erkennen – noch bevor Symptome auftreten.
Dafür werden spezielle Bildgebungsverfahren genutzt, die Stoffwechsel und Nervenschäden im Gehirn sichtbar machen um Menschen mit hohem Risiko früher zu identifizieren und gezielter zu behandeln.
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Neue alpha-Synuclein Seed Amplification Assays 
Professorin Kathrin Brockmann (Universitätsklinikum Tübingen) und Professor Dr. Björn Falkenburger (DZNE Dresden)
Ziel: nutzen hochsensitive Seed Amplification Assays, um pathologisches alpha-Synuclein („Syn“) in Frühstadien nachzuweisen und die biologische Heterogenität der Parkinson-Krankheit zu untersuchen. Ziel ist die Differenzierung von Parkinson-Subtypen und die Identifikation prodromaler Krankheitsverläufe.

Kurz: Parkinson soll von einer symptombasierten Diagnose zu einer biologisch messbaren, α-Synuclein-basierten Erkrankung weiterentwickelt werden, um Patienten zu klassifizieren und Therapien gezielter zu machen.
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Blut Protein Biomarker (BRIDGE-PD) 
Professorin Brit Mollenhauer (Universitätsmedizin Göttingen, Neurologie / Paracelsus-Klinik Kassel) und Dr. Sandrina Katharina Weber (Universitätsmedizin Göttingen, Neurologie)
Ziel: erforschen eins innovativen Protein-Panels in Blutproben, um weitere diagnostische und prognostische Biomarker zu etablieren. Die Studie nutzt eine bevölkerungsbasierte Risikokohorte zur Validierung.

Kurz: Es geht darum, Parkinson mittels Blut-Biomarkern Jahre vor den ersten Symptomen erkennbar zu machen, um Diagnose, Risikoeinschätzung und Studien objektiv zu verbessern.
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Prevention in PD,  Multidimensionale Lebensstil-Intervention
PD Dr. Eva Schäffer und Prof. Dr. Daniela Berg (Universitätsklinikum Kiel) 
Ziel:
Nachweisen, dass Lebensstil-Interventionen den Verlauf von Parkinson beeinflussen und ggf. das Risiko senken können.

Kurz: Ein strukturierter Versuch, das, was man aus Studien über Bewegung, Ernährung, Schlaf etc. bereits weiß, in ein alltagstaugliches Programm zu überführen und formal zu validieren.
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Vom Arztblick → zum Messwert

Validierung der SynNeurGe Kriterien,
Validierung der biologischen Klassifikation der genetischen Parkinson-Krankheit,
Bildgebende Marker für Neurodegeneration,
Neue alpha-Synuclein Seed Amplification Assays.
Blut Protein Biomarker (BRIDGE-PD),

Prevention in PD