Bildgebende Marker für Neurodegeneration

Bildgebende Marker für Neurodegeneration 

Kurzfassung (allgemeinverständlich):
Das Projekt will Parkinson sehr früh erkennen – noch bevor Symptome auftreten.
Dafür werden spezielle Bildgebungsverfahren genutzt, die Stoffwechsel und Nervenschäden im Gehirn sichtbar machen.
Ziel: ist es, Menschen mit hohem Risiko früher zu identifizieren und gezielter zu behandeln.


Wortlaut:
LMU München – Leuchtturmprojekt (Originalinhalt, bereinigt nur minimal für Lesbarkeit)

„Hallo und herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserem Leuchtturmprojekt.

Unser Ziel ist es, die Schädigung von Nervenzellen sehr früh zu erkennen, um zukünftig Patienten mit einem hohen Risiko für die Entwicklung und für das Fortschreiten der Parkinsonerkrankung besser therapieren zu können.

Mein Name ist Matthias Bändl und ich bin Professor für Molekulare Bildgebung am LMU Klinikum.

Gemeinsam mit Javina Biel aus München und Alexander German aus Erlangen wollen wir die molekulare Bildgebung verwenden, um die ganz frühen Stadien der Parkinsonerkrankung zu untersuchen, nämlich auch Stadien, die noch von kompletter Symptomfreiheit geprägt sind.

Vergleichend untersuchen wir dazu Patienten mit einer frühen, diagnostizierten Parkinsonerkrankung und auch gesunde Kontrollen.

Wir verwenden verschiedene Verfahren mit schwach radioaktiven Stoffen, um bestimmte Stoffwechselveränderungen bei der Parkinsonerkrankung sehr präzise erfassen zu können.

Sie sehen hier oben im Bild zum Beispiel die FDG-PET-Bildgebung, die MIBG-SPECT, um die kardiale Innervation zu messen, und auch die Dopamintransporter-Szintigraphie.

Das sind alles Verfahren, bei denen wir diese schwach radioaktiven Moleküle nutzen und dann eben genau im Gehirn und auch im Körper diese Stoffwechselvorgänge untersuchen zu können.

Außerdem kommt eine Kernspinuntersuchung zum Einsatz mit einer sehr, sehr hohen Auflösung, und dann im Verlauf auch ein Verfahren zu etablieren, das dann einfacher und leichter verfügbar für den Patienten ist.

Und ganz herzlichen Dank, wir freuen uns über Ihr Interesse.“