Das ist ungewöhnlich.
Prof. Walter Paulus greift in der Einladung zum Webinar direkt zu mahnenden Worten.
„Gehen Sie bitte nicht mit übersteigerten Erwartungen in dieses Webinar.“
Was ist da passiert? Man darf gespannt sein.
Während potenzielle Zuschauer üblicherweise mit Durchbruchs-, Hoffnungs- oder Heilungsnarrativen umworben werden, legt sich Walter Paulus früh fest:
Zur transkraniellen Hirnstimulation bei Parkinson heißt es nüchtern – „Die Methode wirkt, aber nur eingeschränkt.“
Wir nutzen die verbleibende Zeit, um uns mit der Person und dem Thema vertraut zu machen.
Walter Paulus hat nicht „einfach so“ geforscht – er gilt als einer der Pionier der nicht-invasiven Hirnstimulation (v. a. TMS, tDCS)
In den späten 1990er-/frühen 2000er-Jahren gehörte er zu den ersten, die systematisch zeigten, dass schwache Gleichströme die kortikale Erregbarkeit beim Menschen gezielt verändern können.
Sein Team prägte zentrale Konzepte wie die polarisationsabhängige Modulation (anodal vs. kathodal) und lieferte damit eine methodische Grundlage für viele spätere Studien.
Damit zählt er international zu den Mitbegründern der modernen nicht-invasiven Neuromodulation.
Es ist anzunehmen, dass ein Zusammenhang mit der zunehmend populären Anwendung der transkraniellen Hirnstimulation bei Parkinson als einer heterogenen Erkrankung besteht (insbesondere TMS und tDCS). Wir berichteten.